Coffee-Stopp im Foyer der Volksbank Prüm

Guter Kaffee – Gutes tun

Prüm. Zum ersten Mal hat der Weltladen Prüm eine Aktion „Coffee-Stopp“ durchgeführt. Die Volksbank Prüm hatte Raum im Foyer zur Verfügung gestellt, so dass die Aktiven des Weltladens Passanten und Kunden eine Tasse fairen Kaffee oder Tee gegen eine freiwillige Spende anbieten konnten.

Dazu gab es Brot und Dip bzw. Kekse, mit Zutaten aus dem fairen Handel hergestellt. Die Spenden kommen Projekten in Burkina Faso und anderen Ländern des Südens zugute, so wie es die Fastenaktion MISEREOR 2017 ausweist. In guten Gesprächen wurden Themen rund um mehr Gerechtigkeit in den Beziehungen unter den Völkern thematisiert und für die gute Sache kamen mehr als 240 € zusammen.

Danke an alle Spenderinnen und Spender und an die Volksbank für die Gastfreundschaft.

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Afrikanische Rhythmen auf der Grenzlandschau 2017

Prüm. Zum ersten Mal in der Geschichte der GLS gab es diesmal einen gemeinsamen Stand des Gewerbevereins Prüm.

Viele Unternehmen beteiligten sich, einige waren mehrere Tage anwesend, einige nur einen Tag. Auch der Weltladen Prüm war am Samstag, 29.4. 2017 mit einem Stand vertreten. Man hatte sich mit der Einladung einer afrikanischen Trommelgruppe, die von Tänzern begleitet war, ein besonderes Highlight einfallen lassen. Unüberhörbar war das Trommeln in Zelt 3 und viele neugierige Passanten schauten sich die Performance der Tänzer an. Zum Schluss wurden sogar alle Umstehenden zum Mittanzen eingeladen.

Allgemeiner Tenor: eine gelungene Aktion im Rahmen der Werbung für Fairen Handel weltweit!

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Hoffnungsvolle Entwicklungen in Burkina Faso

Im Rahmen der MISEREOR – Fastenaktion, die in diesem Jahr im Bistum Trier eröffnet wurde, fand auch in Prüm eine Veranstaltung mit Vertretern aus dem Partnerland Burkina Faso statt.

Auf Einladung der Pfarrgemeinderates Prüm, des Weltladens, des Katholischen deutschen Frauenbundes  und des Landfrauenverbandes lauschten etwa 50 Teilnehmer/Innen den Ausführungen von Fatimata Valéa Diallo, einer Muslima, und René Millogo, einem Christen, die über den Aufbau von Minimolkereien in Burkina Faso berichteten, ein Projekt, das von Misereor mitfinanziert wird.
Weltladen: Thema Entwicklungen in Burkina FasoIm Nordwesten des armen afrikanischen Landes haben Muslime und Christen gemeinsam neue Wege gefunden, die Milchproduktion ihrer Kühe zu verdoppeln, den eigenen Milchbedarf zu decken und die überschüssige Milch zu konservieren, die dann auf den lokalen Märkten verkauft werden kann. Gefährdet wird das zarte Pflänzchen des Aufbruchs der Viehhalter im Norden Burkina Fasos durch Billigimporte von Trockenmilch, die zu allem Überfluss auch noch mit Palmmilch gestreckt und damit weniger nahrhaft gemacht wird.

Deshalb kämpfen die Bauern dafür, dass die Regierung auf das Trockenpulver Zölle erhebt, damit der Absatz ihrer Milchprodukte nicht gefährdet wird. Nur wenn es gelingt, den wirtschaftlichen Aufschwung in der Region weiter zu entwickeln, ist es möglich, die Landflucht der Jugend in die Städte bzw. die Migration nach Europa zu reduzieren bzw. zu stoppen. Sehr eindringlich wurde den Zuhörern klar, wie eng das Thema Fluchtursachen mit der europäischen und weltweiten Agrarpolitik der Länder des Nordens verknüpft ist.

Zum Ende der Veranstaltung wurde allen Teilnehmern noch ein Imbiss aus regionalen und fairen Produkten angeboten, von dem ausgiebig Gebrauch gemacht wurde. Mit einem gemeinsamen Gebet und einem Lied schloss diese interessante Veranstaltung.

Zu Besuch in Ländern zweier Kontinente


Prüm. Vor dem aufmerksamen Publikum im Weltladen tritt Wilson der Schuhputzer ( alias Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier) auf und bietet seine Dienste an. Nach getaner Arbeit bittet er um 2 Bolivianos.

(Sehenswert auch der Film hierzu http://www.youtube.com/watch?v=ylzcVUCRHDA) .

So eingeleitet sind die Zuhörer mitgenommen nach Bolivien und mitten im Thema drin. Da wird die aktuelle Gesetzgebung zur Kinderarbeit thematisiert und das damit bolivien-aktion2verbundene Anliegen, dass arbeitende Kinder nicht kriminalisiert  werden sollen.

Bolivien ist ein junges Land, was seinen Altersdurchschnitt angeht. So sind etwa 50% der Einwohner jünger als 18 Jahre und etwa 40% der Bevölkerung sind sehr arm. Man stelle sich die damit verbundene Dynamik und Perspektive auf unsere Gesellschaft übertragen vor!


Auch das ist ein Grund, warum mehr Kinder und Jugendliche hier wie dort in die Bolivienpartnerschaft einbezogen werden sollen. Das spiegelt sich in den Aktionsanregungen. Für die Bolivienpartnerschaftswoche vom 28.9. bis 5.10.  gibt es eine Fragebogenaktion und als Gegenstände zum Aufmerken: „Schlüssel für gelingendes Leben“(Schlüsselanhänger) und Schuhputztücher, die in einer Kooperative in Bolivien hergestellt werden und die Aufschriften „Respekt“ bzw. „würdig arbeiten“ tragen. Mehr dazu im Werkheft und unter

www.weltkirche.bistum-trier.de

Anschließend ging die Reise weiter nach Pakistan mit seinen 180 Mio. Einwohnern. Andrea Tröster (Missioreferentin) sensibilisierte im zweiten Teil des Abends für die Situation der Christen in diesem Land. Sie beschrieb anschaulich die Allgegenwärtigkeit des Islam. So bedeutet der Name der Hauptstadt Islamabad übersetzt: „Lang lebe der Islam“.

Das Land besitzt mit dem K2 den zweithöchsten Berg der Welt. Wer weiß schon, dass in Pakistan viele der genähten Fußbälle Europas unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt werden ? Schwerpunktmäßig in den Städten des Landes leben die 2,8 Mio. Christen ( 1,6 % der Bevölkerung). Die größte Gruppe davon sind die Katholiken.

Alle religiösen Gruppen sind betroffen von dem geltenden Blasphemiegesetz, das zur Wahrung der Ehre des Islam dient, aber immer wieder im Zusammenhang mit bolivien-aktion1privaten Streitigkeiten missbraucht wird. Selbst die Kritik an diesem Gesetz kann das eigene Leben in Gefahr bringen. Ein Beispiel für die diesbezüglich schwierige Situation im Land  ist der „Fall“ der Christin Asia Bibi und das Geschehen im Umfeld. Der Minister, der sich für die gerechte Behandlung der Frau einsetzte, wurde deshalb von seinem Leibwächter ermordet.

Die pakistanische Gesellschaft zeichnet sich aus durch ihre traditionelle Grundhaltung,  Gastfreundschaft und Offenheit. Trotzdem geschehen immer wieder Übergriffe, ausgelöst durch vermeintliche Verstöße gegen dieses Gesetz.

Missioaktionsideen wie „Mauern einreißen“ plädieren für Glaubensfreiheit als Menschenrecht. Es gibt bedruckte Sitzkissen als Denkanstöße und Gesprächseinstieg, Aktionspostkarten „Fanmeile der Menschenrechte“, eine Gebetskette und Gebetskarten, den Comic „Burkagirl“ für Jugendaktionen und manches mehr.
Zum Weiterlesen wird empfohlen: www.forum-weltkirche.de, www.bedraengte-christen.de und www.missio-hilft.de.

Die Vertreter von Weltladen, Diözesanstelle Weltkirche und KEB waren erfreut über die Kenntnisse und Nachfragen der Teilnehmenden an diesem Workshop und das lebhafte Gespräch.

Kongo, Krieg und unsere Handys

Prüm. Am 27.5. wird F. Justin (Missio Projektpartner aus dem Kongo) zu Gast sein im Weltladen (Bahnhofstr. 1) in Prüm.

Beginn: 19.00 Uhr.

Er wird referieren und mit Interessierten ins Gespräch kommen zur Situation in seinem Land, zu Hilfsaktionen für Opfer von Gewalt und manchem mehr. F. Justin ist Priester der Erzdiözese Bukavu. Als Anwalt für Menschenrechte steht er gegenwärtig dem Diözesanen Ausschuss für Gerechtigkeit von Bukavo vor, ist Mitglied in vielen internationalen Organisationen, die sich für Menschenrechte einsetzen.

F. Justin ist auch im Auftrag der kongolesischen Regierung tätig.

Alle interessierten Menschen sind zu dieser Veranstaltung willkommen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung ist nicht erforderlich.

Siehe dazu auch: "Was hat mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun?"
(Quelle: medico.de)